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Na ihr lieben, lach, seit ihr auch so müde wie ich? Oh man mir fällt gleich der Kopf auf die Tischplatte, aber gestern war auch ein mega-anstrengender Tag gewesen. Also ich hab gestern in Mainz angerufen, da wo meine Tante operiert wurde, weil sie halt immer noch starke Schmerzen hat und die haben darum gebeten, dass ich dafür sorge, dass sie zurück ins Krankenhaus kommt. Aber sie weigert sich mit Händen und Füßen. Was soll ich machen? Ich kann ihr ja schlecht die Bratpfanne über den Kopf ziehen und sie hintragen. Ich kann es ja verstehen, dass man nach einer OP wenn man endlich aus dem KH raus ist nicht gleich wieder rein möchte, aber es geht doch auch nicht, dass sie drei verschiedene Schmerzmittel am Tag schluckt (in absoluter Überdosierung) von denen zwei Sorten nach fünf Wochen Sucht erzeugen. Der ganze Kram mit Sucht ist eh so ein Thema für sich. Ich habs ja neulich schon im Forum geschrieben, ich bin total abhängig von Cola light. Hört sich total bekloppt an, aber wenn ich nicht am Morgen mein Glas Cola trinke, dann komme ich gar nicht in die Gänge. Und das obwohl ich eigentlich ein totaler Drogengegner bin. Naja in meiner Jugend habe ich natürlich auch mal gekifft oder einen über den Durst getrunken, aber heute stehe ich selbst der Kifferei total ablehnend gegenüber. Liegt vielleicht daran das ich meine Mutter quasi an die Alkoholsucht verloren habe, sie lebt zwar noch, aber wir haben schon Jahre lang keinen Kontakt mehr miteinander, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie mich rausgeworfen hat als ich noch ein Kind war, nur weil ich gegen ihren Alkoholkonsum was unternehmen wollte. Daran ist auch die Beziehung meiner Eltern gescheitert, worüber ich heute sagen kann gott sei dank. Aber damals wars echt schlimm als mein Vater weg war, weil meine Mutter war nicht das, was man sich unter einer Mutter vorstellt. Es war oft eher umgekehrt, dass ich die Verantwortung für mich selbst übernommen habe, weil meine Mutter hatte ihre beste Freundin und die hat sie total verdreht und dann noch der Alkohol. Wenn (was fast nie passiert) ich meiner Mutter heute auf der Straße begegne, dann ist das als wäre sie fremd. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum ich für Tantchen trotz allem Meckerns so bedingungslos da bin, weil ich meiner Mutter auch geholfen hätte, aber sie hat mich ja rausgeschmissen. Ich habs viele Jahre versucht den Kontakt wieder aufzubauen, aber man muss irgendwann lernen, dass einige Brüche auch nicht mehr zu reparieren sind und dann muss ich wohl damit leben, dass meine Mutter eigentlich nur 10 Straßen weiter lebt, sie mich aber wahrscheinlich genauso wenig sehen will wie ich sie. Ach was schreib ich da, ich werd noch sentimental von dem ganzen getippel, grins. Ich glaube ich werde mich noch mal zu meinem dicken Kater auf die Couch legen, der schaut mich schon so sehnsüchtig an als wollte er sagen: Frauchen komm her. Grins, der Wunsch meines Katers ist mir Befehl, ich verabschiede mich ihr Süßen, have a nice day.
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