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Die Geschichte des Glücksspiels

Heutzutage begegnet man dem Glücksspiel in allerlei Form, Bingo oder Poker, Online oder Offline, doch wie lange ist das Phänomen Glücksspiel schon existent? Um zu den Anfängen zurückzukehren, muss man über 5000 Jahre in die Vergangenheit springen.

Die Anfänge in der Antike
Nach heutigem Stand der Wissenschaft wurde im Jahre 3000 v. Chr. das erste Mal Glücksspiel betrieben. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Funde von entsprechenden Gegenständen. So wurden bei Ausgrabungen in China, auf dem Gebiet des alten Mesopotamiens Würfel aus Elfenbein und Knochen gefunden. Auch in antiken indischen Schriften werden Glücksspiele erwähnt, in der griechischen Mythologie würfelt Herkules sogar mit einem Tempelwächter um eine hübsche Kurtisane.
Die Würfel in der Art, wie wir sie kennen, mit Punkten auf allen sechs Seiten, wurden vermutlich im Jahre 2000 v. Chr. im alten Ägypten erfunden. Auch in der römischen Antike erfreuten sich Glücksspiele in allen gesellschaftlichen Schichten großer Beliebtheit.

Dies gefiel der Obrigkeit nicht, weswegen sie der Bevölkerung mit Strafen drohte. Spielschulden durften nicht eingeklagt werden, außerdem wurden Häuser in denen Spieler gefunden wurden, konfisziert.

Doch nicht nur die Römer waren fasziniert vom Glücksspiel. Der alte römische Historiker Tacticus schrieb in der Germania über die Würfelleidenschaft der germanischen Landsmänner. Diese, so sagt er, waren so begeistert vom Würfeln, dass sie häufig leichtsinnig Haus, Hof und zuletzt sogar ihre eigene Freiheit verspielen.

Das Mittelalter – Das Glücksspiel findet seinen Weg nach Deutschland
Interessant ist es, dass Glücksspiel im Gegensatz zu der Gesetzgebung im alten Rom, im deutschen Recht als unerlaubtes Geschäft deklariert war. Dadurch bestand nicht nur die Möglichkeit, seine Verluste zurückzufordern, sondern auch diese vom Gewinner einzuklagen.

Währenddessen wollten im Mittelalter geistliche und weltliche Autoritäten das Spiel verbieten. Anhand dieser Verbote von Karten- und Würfelspielen ist es möglich, die Ausbreitung und Entwicklung nachzuvollziehen.

Im 12. Jahrhundert erließ der englische König Richard Löwenherz ein Gesetz, das es jedem der einen niedrigeren Stand als ein Ritter hatte, verbat, um Geld zu würfeln. Ende des 16. Jahrhunderts setzte sich allmählich die Auffassung durch, dass hohe und übermäßige bzw. geborgte Einsätze mit einer Strafe zu belegen seien.

Dort wurde das erste Mal zwischen verbotenen und erlaubten Spielen unterschieden, auch wenn es sich damals mehr auf Höhe des Einsatzes, als auf die Art des Spiels bezog.

Weltweite Verbreitung
In immer mehr Ländern wuchs die Begeisterung für das Glücksspiel. Durch die daraus folgende, immer größere Verbreitung beschäftigte sich auch die Wissenschaft mit dem Thema, dies gilt auch als Geburtsstunde der Stochastik, so behandelten renommierte Wissenschaftler der damaligen Zeit, wie Blaise Pascal und Pierre de Fermat im Jahre 1654 erstmalig das Problem des Chevaliers de Mére.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts teilte es sich auf in Staaten, welche das Glücksspiel erlaubten und in die, die es verboten haben. So hielten es manche Länder für sinnvoller, das öffentliche Glücksspiel zu erlauben, da sie dies für weniger „verderblich“ als das geheim betriebene hielten. In Frankreich gab es zu dieser Zeit in jeder größeren Stadt Spielhäuser. Dort wurden Spiele wie Pharo oder Trente et Quarante und natürlich auch Roulette gespielt. Im Jahre 1837 wurden durch Louis Philippe jedoch alle Spielhäuser geschlossen.

In Deutschland entstanden zu dieser Zeit die ersten großen Spielbanken, in Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden. Dort lernte auch der berühmte Autor Fjodor Michailowitsch Dostojewski das Roulette kennen. Dieses Ereignis war in gewisser Hinsicht wichtig für die Geschichte der Literatur, da er, nachdem er dem Spiel verfiel, den Roman „Der Spieler“ verfasste. Im Jahre 1872 wurden zur Reichsgründung alle deutschen Spielbanken geschlossen. Erst im Jahre 1933 unter den Nationalsozialisten wurden diese wiedereröffnet.

Gewinner und Verlierer der Verbote
Nach den Verboten in Deutschland und Frankreich, profitierte das Fürstentum Monaco stark vom Glücksspiel. François Blanc nutzte diese Gelegenheit, wodurch die Spielbank von Monte Carlo zu ihrer Blütezeit geführt wurde.

In Preußen wurde zur selben Zeit auch das Spielen in auswärtigen Lotterien verboten. Nach einer Verordnung vom 5. Juli 1847 musste für das Durchführen von öffentlichen Lotterien und Tombolas erst eine Erlaubnis eingeholt werden. Auch zu beachten ist, dass nach einer Entscheidung des Reichgerichts im Jahre 1882 das sogenannte Buchmachen bei Pferderennen und das Wetten am Totalisator als Glücksspiel zu betrachten sei. Im Jahre 1904 veröffentlichte das k.u.k. Justizministerium eine Liste „verbotener Spiele“. Diese war jahrelang Beispielgebend, ist aber auch insofern bemerkenswert, dass unter den genannten Spielen auch einige spezielle Kegelspiele zu finden sind.

Die Situation in der Gegenwart
Heutzutage sind Spielbanken und Spielhallen in Deutschland Gang und Gebe. Davon profitieren auch große Unternehmen. Da diese auch an Raststätten oder in Gasthäusern Automaten aufstellen. Im Internet lassen sich Seiten finden, auf denen man zum Beispiel Sportwetten abschließen kann. Aber auch das Casino wurde im modernen Zeitalter ins Internet geholt. Dort kann man die Spiele, die man aus der Spielhalle kennt auch online spielen. Manche Seiten, wie zum Beispiel LeoVegas Casino bieten sogar beide Möglichkeiten an.

Auch heute ist es immer noch ein Streitthema und auch ein Verbot steht zur Debatte, jedoch ist das Glücksspiel bei der immensen Zahl an aktiven Spielern auch ein wichtiger finanzieller Faktor, wodurch bei einem Verbot eine große Steuereinnahmequelle wegfallen würde.

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